Folgende grundlegende Prinzipien werden vom Projektteam verfolgt:
Skalenorientierter Ansatz
Das Hochwasser im August 2002 zeigte, dass eine isolierte Betrachtung von einzelnen
Gewässerabschnitten aus Hochwasserschutzsicht nicht zielführend ist. Insbesondere
Kompetenzgrenzen und diverse Fachzuständigkeiten erschweren eine nachhaltige Planung und
Umsetzung von Maßnahmen aber auch die Ereignisprävention. Darüber hinaus sind
Entwicklungen im gesamten Einzugsgebiet oder in längeren Streckenabschnitten im Gange, die
eine Randbedingung für die lokale Entwicklung z.B. einer Gemeinde ergeben. Umgekehrt wirken sich
lokale Maßnahmen im Sinne der Summenwirkung auf zumindest den Unterlieger aus. Ein
wesentliches Prinzip im Rahmen des Projektes ist daher die skalenorientierte Betrachtung des
Untersuchungsgebietes.
>> Seitenanfang <<
Interdisziplinarität
Flusslandschaften wie jene des Kamptales umfassen unterschiedlichste Ökosysteme mit ihren
Lebensgemeinschaften und Lebensräumen sowie vom Menschen geschaffene Strukturen. Eine
umfassende Bearbeitung erfordert daher ein interdisziplinäres Bearbeitungsteam, welches
fachübergreifend ein möglichst breites Spektrum an Fachkompetenzen beinhaltet.
Aus diesem Grund arbeiten am Projekt "Nachhaltige Entwicklung der Kamptal-Flusslandschaft"
unter anderem die Fachdisziplinen Landschaftsplanung, Biologie, Ökologie,
Kulturtechnik, Soziologie, Raumplanung, Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Ökonomie eng
zusammen.
>> Seitenanfang <<
Transdisziplinarität
Transdisziplinarität steht für jene Arbeit, in der nicht-wissenschaftliche Partner und
Partnerinnen an der Entstehung des Wissens mitwirken. Verwirklicht wird dieses Prinzip hier u.a.
in der Zusammenarbeit mit Planungsbüros, Verwaltungsstellen oder auch mit Medien.
>> Seitenanfang <<
Einbindung der Bevölkerung
In allen modernen Planungsinstrumenten wird der Bürgerbeteiligung wesentlicher Raum gegeben.
Hintergrund dafür ist das Wissen, dass Planungsprozesse nur unter Einbeziehung der Betroffenen
vor Ort die lokalen Probleme identifizieren und lösen können. Darüber hinaus fördert
Bürgerbeteiligung die Akzeptanz für erforderliche, eventuell auch "unpopuläre"
Maßnahmen und stellt somit eine zentrale Rolle im Rahmen einer nachhaltigen Gestaltung des
Lebens- und Wirtschaftsraumes dar.
Auch die EU-Wasserrahmenrichtlinie greift diese Planungsphilosophie auf und macht
unmissverständlich klar, dass die breite Öffentlichkeit in die Planungen einzubeziehen ist.
Details zur Einbindung der Bevölkerung im Rahmen des Projektes finden Sie unter
>> Bürgerbeteiligung
>> Seitenanfang <<
Nachhaltigkeit
Flusslandschaftsplanung im Sinne einer zukunftsverträglichen Entwicklung einer
Flusslandschaft ist dem Prinzip der Nachhaltigkeit verpflichtet. Dieses Prinzip fordert die
gleichwertige Berücksichtigung ökologischer, gesellschaftlicher und ökonomischer
Aspekte und gewährleistet so die "Sicherung der Lebensqualität auf möglichst
hohem Niveau"
(aus: Regionalisierte Raumentwicklung. Dietmar Kanatschnig et al. 1999).
>> Seitenanfang <<